Status Standort Österreich
Zurück zum Wachstum
Nach zwei Jahren Rezession konnte Österreich im Jahr 2025 wieder ein geringfügiges Wachstum verzeichnen. Dieses wird von einer leichten Ausweitung des Konsums und der Investitionen geprägt. Das Wachstum fällt dennoch verhaltener aus als in früheren Erholungsphasen.
Mehr Leistungen, mehr Gründungen
Die Leistungen der österreichischen Unternehmen waren auch 2025 trotz großer Herausforderungen beeindruckend: Der Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen der gewerblichen Wirtschaft (Bruttowertschöpfung) verzeichnete gegenüber 2024 ein Plus von 3,4 % und lag 2025 bei rund 292,9 Milliarden Euro.
Ein wichtiges Zeichen der Zuversicht am Standort Österreich ist die starke Gründungsdynamik. Mit 39.978 Neugründungen (ohne Personenbetreuer:innen) verbuchte der Standort im Vergleich zu 2024 ein Plus von 9,4 %. Der Frauenanteil an den Neugründungen (ohne Personenbetreuer:innen) lag bei 45,7 % und ist damit stabil hoch (2024: 46,0 %). Mit bereits 605.826 aktiven Kammermitgliedschaften 2025 entwickelt sich Österreich unternehmerisch immer weiter.
Export bleibt tragende Säule für Wohlstand
Wachsende geopolitische Risiken, eine Investitionsflaute in wichtigen Absatzmärkten, zunehmende Konkurrenz aus China, die Schwäche der deutschen Industrie sowie die Zollpolitik der US-Administration machten 2025 zu einem herausfordernden Jahr für die heimischen Exportbetriebe.
Mit 190,1 Milliarden Euro konnte das hohe Exportniveau aber auch 2025 weiter gehalten werden. Österreichs Exportquote betrug 2025 54,7 %. 64.300 österreichische Exportunternehmen erwirtschafteten ein geringes Ausfuhrminus von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Österreichs Exportwirtschaft bleibt trotz der gedämpften Entwicklung tragende Säule für Wohlstand und Arbeitsplätze im Inland.
Europa ist für Österreich weiterhin Exportregion Nummer eins. Der Anteil der EU-Länder am Export betrug 2025 67,8 %. Die wichtigsten Handelspartner waren Deutschland (29,5 %), die USA (6,8 %), Italien (6,6 %), die Schweiz (5,2 %), Polen (3,8 %), Tschechien (3,8 %), Ungarn (3,7 %) und Frankreich (3,5 %). 62,9 % des Exportumsatzes entfallen auf diese acht Länder.
Unternehmen sichern Beschäftigung und Wohlstand
Österreichs Unternehmen waren auch 2025 Garant für Beschäftigung und Wohlstand. 2025 sorgte die gewerbliche Wirtschaft für insgesamt 2,79 Millionen unselbstständig Beschäftigte. Rund zwei Drittel davon haben ihren Arbeitsplatz in einem kleinen oder mittleren Unternehmen.
Mit 178,9 Milliarden Euro zahlten die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Jahr 2025 um 2,0 % mehr an Löhnen und Gehältern aus als noch 2024.
Auch für die Zukunft junger Menschen spielen Österreichs Unternehmen eine Schlüsselrolle. 2025 gab es 102.878 Lehrlinge in 25.168 Lehrbetrieben. Die heimischen Lehrbetriebe wenden für die Ausbildung der jungen Fachkräfte in Summe rund 3 Milliarden Euro pro Jahr auf. Die Lehrlingseinkommen, die von den Betrieben bezahlt werden, wurden über den Kollektivvertragsabschlüssen erhöht. Die betriebliche Lehrstellenförderung des Staates ist hingegen mit 280 Millionen Euro gedeckelt. Die in den Betrieben ausgebildeten Fachkräfte tragen wesentlich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft zu stärken.
Hohe Investitionen in die Standortzukunft
Investitionen sind ein wesentlicher Hebel für Wachstum und Wohlstand. 2025 investierten die Unternehmen insgesamt 61,8 Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Österreich. In Forschung und Entwicklung (F&E) investierten die österreichischen Unternehmen rund 10,3 Milliarden Euro (2024: 9,9 Milliarden Euro). Die österreichische F&E-Quote lag 2025 bei 3,39 % des BIP. Investitionen in F&E sind Grundvoraussetzung für Innovationskraft und Zukunft des Standorts.
Eine entscheidende Rolle spielen die Betriebe auch bei Investitionen in den Klima- und Umweltschutz. 2023 wurden in Österreich Ausgaben für den Umweltschutz in Höhe von 14,3 Milliarden Euro getätigt. Diese entfielen zu 6,6 % (rund 0,9 Milliarden Euro) auf den öffentlichen Sektor, zu 10,0 % (rund 1,4 Milliarden Euro) auf private Haushalte und zu 83,4 % (rund 11,9 Milliarden Euro) auf Unternehmen.
Leistungen der österreichischen Unternehmen 2025 auf einen Blick
- 605.826aktive Betriebe (12.186 mehr als 2024)
Quelle: WKO, Mitgliederstatistik - € 190,0 Mrd.nominelle Warenexporte
Quelle: Statistik Austria, Außenhandelsstatistik - 39.978Neugründungen
Quelle: WKO, Gründungsstatistik (ohne Personenbetreuung) - € 61,8 Mrd.Investitionen (2025)
Quelle: Statistik Austria / Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, eigene Berechnung - € 178,9 Mrd.Lohn- und Gehaltszahlungen (+2,0 % gegenüber 2024)
Quelle: Statistik Austria / Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, eigene Berechnung - € 10,5 Mrd.F&E-Ausgaben
Quelle: Statistik Austria, F&E-Globalschätzung - € 14,3 Mrd.Ausgaben für Klima- und Umweltschutz (2023)
Quelle: Statistik Austria, Umweltschutzausgabenrechnung - 102.878Lehrlinge
Quelle: WKO, Lehrlingsstatistik - 2,8 Mio.unselbstständig Beschäftigte in der gewerblichen Wirtschaft
Quelle: WKO, Beschäftigungsstatistik