Mehr Investitionen & Innovationen
Für Investitionen
Deutliche Ausweitung des Investitionsfreibetrags
Die Wirtschaftskammer konnte bis 2026 eine Verdoppelung des Investitionsfreibetrags (IFB) von 10 % auf 20 % erreichen. Der Öko-IFB wird von 15 % auf 22 % erhöht. Damit werden Unternehmen bei Investitionen entlastet und ihre Liquidität gestärkt. Die investierenden Unternehmen werden insgesamt mit rund 220 Millionen Euro unterstützt. Mit der Ausweitung des Investitionsfreibetrags gibt es einen wirksamen Impuls für den Aufschwung.
Dachfonds für Startups und Scale-ups mit 500 Millionen Euro
Der geplante Startup-Dachfonds ist ein wesentlicher Schritt zur Stärkung des unternehmerischen Ökosystems in Österreich. Der Fonds soll gezielt privates Kapital mobilisieren, um Startups und Scale-ups in ihrer Wachstumsphase zu unterstützen. Bei einem Fondsvolumen von 500 Millionen Euro könnten bis zu 1 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung erzielt werden.
Aktivierungswahlrecht für immaterielle Vermögenswerte
Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte stärkt die Eigenkapitalbasis von Startups und erleichtert den Zugang zu Finanzierung. Es beseitigt Wettbewerbsnachteile und schafft Investitionsanreize, da Entwicklungsleistungen wie Software oder Patente bilanziell sichtbar werden.
Für Innovationen
Schlüsseltechnologien mit Strategie fördern
Die WKÖ war in die Erstellung der Industriestrategie Österreich 2035 aktiv eingebunden und hat wichtige Grundlagen für die in der Strategie verankerte Schlüsseltechnologieoffensive erarbeitet. Im FTI-Pakt stehen für Schlüsseltechnologien 2,6 Milliarden Euro bereit.
Dotierung für die FFG-Basisprogramme gesichert
Das Basisprogramm der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) für Forschungs- und Entwicklungsprojekte läuft erfolgreich (über 1.100 Projekte pro Jahr) und ist überaus wirksam: 90 % der umgesetzten Projekte erzeugen Umsatzeffekte, 75 % führen zu Beschäftigungseffekten. Die WKÖ konnte erreichen, dass das BMIMI und das BMWET das Programm weiterhin unterstützen, sodass 2025 keine Budgetvorgriffe auf 2026 erfolgen mussten.
Eckpfeiler für nächstes EU-Forschungsrahmenprogramm definiert
Von Horizon Europe, dem zentralen Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation, profitieren Österreichs Unternehmen stark. Um dies auch künftig möglich zu machen, hat sich die WKÖ erfolgreich für Budgetaufstockung, strategische Neuausrichtung, einen Fokus auf disruptive Innovation und Vereinfachungen bei der Antragstellung und Abwicklung eingesetzt.
Für Digitalisierung und KI
KMU.DIGITAL wird weitergeführt
Das 2024 neu aufgesetzte Erfolgsprogramm KMU.DIGITAL wurde 2025 erfolgreich weitergeführt. Im Rahmen des Förderprogramms wurden 2025 mehr als 6.500 Unternehmen durch Beratungs- und Umsetzungsförderung bei ihren Digitalisierungsinitiativen unterstützt.
Verlängerung der Digital Innovation Hubs
Die nationalen Digital Innovation Hubs sind regionale Anlaufstellen für KMU zu Digitalisierungsthemen. Nach einer positiven Zwischenevaluierung 2023 wurde die Laufzeit von zwei Hubs um vier Jahre verlängert. 2025 konnte zusätzlich der Digital Innovation Hub Süd bis 2028 gesichert werden. Dafür stehen zusätzliche Mittel von 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus konnte die nationale Kofinanzierung der European Digital Innovation Hubs durch das BMWET verlängert werden, diese wurde im November 2025 mit einem Volumen von 6,7 Millionen Euro für 2026 bis 2028 von der Forschungsförderungsgesellschaft neu ausgeschrieben.
AI Factory startet
Die WKÖ hat sich auf nationaler und europäischer Ebene erfolgreich für die Ansiedlung einer AI Factory in Österreich eingesetzt. Das von der EU kofinanzierte Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro und startet 2026 mit Beratung für Betriebe.
Finanzierung für KI-Mobil Austria gesichert
Das KI-Mobil Austria ist ein mobiles KI-Studio, das KI-Anwendungen direkt in österreichische Industrie- und Produktionsbetriebe bringt. Eine Nachfolgefinanzierung durch das BMIMI wurde gesichert. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen eröffnet das Format einen niederschwelligen Zugang zur KI-Technologie.
Für verlässliche Rechtssicherheit
Stärkung für Pharmabranche in Österreich
Die Verlängerung der Preisbildungsvorschriften für die Erstattung von Arzneimitteln wird umgesetzt. Die sogenannte „Preisbandregelung“, die Preisbildungsvorschrift für Generika und Biosimilars, sowie die Richtlinien für parallel importierte Heilmittel werden bis Ende 2029 verlängert. Das schafft Rechts- und Planungssicherheit für Pharmaindustrie und Pharmahandel.